Irland

Die erste Reise , der Anfang von etwas großem , der Anfang von einem Gefühl nie gesättigt zu werden.Ich war gerade 18 wild und wollte etwas erleben.Einige Tage durchsuchte ich verschiedene Fluganbieter um einen günstigen Flug zu finden.

Wohin war egal.

Ich begeisterte schon sehr bald einen Freund für diese Idee und ich wusste Ralf ist dabei.Wir suchten und suchten nach dem günstigsten Angebot denn unser Geld war knapp , und siehe da Irland hin und zurück für 2 Personen für  „110€“  natürlich nur mit Handgepäck um Kosten zu sparen 😉

Schnell gebucht und schon bald fing das Abenteuer an, dass schon beim packen. Wir wollten unsere Reiserucksäcke mit Gürteln in Handgepäck Größe zwängen und drückten uns diese zu recht.Am Flughafen angekommen ließen wir unsere kleinen wiegen und es passte : Was eine Erleichterung!

Nun durch das Tor , ich zuerst . Nix piepte ,was eine Erleichterung. Dann Ralf und es piepte bei ihm auch nicht….Dann aber das womit wir gerechnet haben : Taschenkontrolle bei Ralf.

Dort hatten wir unsere über aus günstiges 2 Stangen Zelt( ca 15€) verstaut,uns war klar das die Heringe nicht durch den Check kommen  .Wenn die beiden Metallstäbe jedoch nicht durch kommen würden hätten wir kein Zelt…

Die Flughafenpolizei fand die Heringe sehr schnell und beschlagnahmte diese , doch die beiden Stangen ( 4x ca. 60 cm ) fanden sie nicht 😀 es piepte zwar andauernd jedoch dachten die Beamten es handelt sich um im Rucksack integrierte Stangen .

Es konnte also los gehen , ab in das Flugzeug und zack waren wir auf dem Kerry Airport.Dort war nichts, nur Wiese und Felder .Wir machten und auf den Weg und folgten meinem Werbegeschenk Kompass  in die ungefähre Richtung:D Angekommen an einer Bushaltestelle sahen wir mit Freude das der nächste Bus in 15 Minuten kommt.

Noch gar nicht auf Englisch eingestellt sprach uns eine sehr hektische Frau an und meinte das der Bus weg sei und ob wir mit dem Zug fahren oder uns mit ihr ein Taxi teilen.Wir stempelten sie als etwas Verrückt ab und warteten weiter.

Doch plötzlich kam ein Gedankenblitz von mir:

Ich: hey Ralf hör mal sind wir eigentlich in einer anderen Zeitzone? 

Ralf: Das weiß ich nicht, es würde aber die komische Frau erklären 😀

Ich: Komm wir gucken auf unsere Handys , du hasst doch ein Nokia bei denen steht es drin.

Ralf : Oh kacke , daniel hier geht die Zeit 1 Stunde vor 😀 😀

Ich : War ja klar 😀 dann warten wir halt weiter.

Während der Wartezeit musste wir mit einem Schrecken bemerken wie teuer Irland ist, so das wir nur das aller aller nötigste einkauften.

Als der Bus dann endlich kam  waren wir froh das es weiter geht.Angekommen in Killarney waren wir froh ein Lidel zu sehen und preiswert Proviant einzukaufen.Ab dort an lief erst mal vieles schief , wir wusste den Weg nicht und das Wetter schlug langsam um.Nach etlichen Stunden fanden wir etwas aus der Stadt  heraus und schlugen unser Zelt auf einer Kuhwiese auf,ab ging das Wildzelten.Dies erwies sich als relativ schwer da es schon dunkel wurde und wir noch Heringe improvisieren mussten… Zusätzlich fing es noch zu regnen an und wir merkten schnell das dass Zelt nicht regendicht ist:D

Am nächsten Morgen ,Nass bis auf die Knochen zogen wir wieder los, man merkte Ralf die getrübte Laune mehr und mehr an.Ich war einfach nur froh unterwegs zu sein und genoss das unbekannte.Wir Betraten den Ring of Kerry und ich war begeistert von der Natur dort.Wir vertrauten unseren Google screen shoots als Karte und meinem Kompass ,das konnte also nix werden!

Leider bemerkten wir erst nach längerer Zeit das einen Landübergang über das Wasser gab ( war nicht in der Karte eingezeichnet 😀 ) so das es sich klärte warum wir laut unseren Berechnungen genau auf dem Wasser befanden und uns wunderten.

Es ging immer weiter in die Natur hinein ,bis sich herausstellte das wir kein Klopapier hatten .Aber wo es ein Problem gibt ,gibt es auch einen Weg 😉

Irgend wo im nirgend wo  bemerkten wir das wir uns mit den Etappen Längen verschätzt hatten  und unsere Strecke nicht schaffen würden .Aus der Situation heraus beschlossen wir es per Anhalter zu versuchen , für mich der Anfang einer Leidenschaft .

Doch keiner hielt an,wir sahen uns an und erkannten das im laufe der Tour unsere Haare sehr fettig geworden sind und das Wohl der Grund sei.Also nix wie paar Flaschen mit Seewasser gefüllt und die Haare ein geschäumt, und siehe da es hielt jemand an.

Bei unserer ersten Mitfahrgelegenheit handelte es sich um einen jungen Vater und seine beiden kleinen Söhne. Wir waren dank ihnen super schnell zurück in der Stadt und beschlossen es noch einmal zu versuchen und Richtung Meer zu fahren.Es dauerte etwas bis jemand hielt und dieser bot uns nur an uns an eine bessere Stelle zu fahren.Es beunruhigte Ralf und mich das dieser ein Messer an seinem Sonnenschutz hatte, doch der Mann schien einen netten Eindruck zu machen also vertrauten wir ihn.Er empfahl uns nach Inc Beach zu Fahren ,einem Strand an dem die Leute zum Surfen hinfahren.

Recht schnell fanden wir einen Fahrer und los ging es , ab nach Inc Beach!

Angekommen an dem Strand entschlossen wir uns für ein super günstigen  Zeltplatz nur 10 Meter vom Strand entfernt .Na gut es war ein winziges Stück grün auf der eine zusammenstürzende Hütte stand, unsere Sanitären Anlagen. 😀

Wir erkundeten den recht wilden Strand und machten uns dann auf den Weg auf einen Berg.Von dort aus hatten wir eine coole Aussicht und hielten uns wir „Bergbeisteiger“ .

Nun wusste ich wieso ich reisen möchte , nicht nur für das was man sieht , riecht und hört sondern für das Gefühl.

Als wir zurück zu unserem Zelt kamen mussten wir mit erstaunen bemerken das wir uns die Wiese mit deinem Pferd teilen mussten 😀 Auch neue Nachbarn hatten wir.

Bei den Nachbarn handelte es sich um ein Kubaner seine Freundin und einen Polen.Wir gesellten uns sehr schnell zu den dreien und unterhielten uns.Es stellte sich heraus das der Pole in seinem Land,Italien und jetzt auch in Irland wegen irgend etwas auf der Flucht war.Es war ein schlechter Mensch,er war nur unheimlich doof (wollte sein Handy ins Feuer schmeißen damit es sich durch die Wärme auflädt 😀 ) .

Einfach unglaublich lecker !

Am nächsten morgen fuhren wir mit den 3 in die nächste Stadt , wir beide erkundeten die Stadt unabhängig von ihnen und besuchten einen typischen Irish Pub .Zurück am Auto baten uns die 3 um Spritgeld und booten uns dagegen etwas Fisch ,wir willigten ein.

Am nächsten Tag brachen wir beide auf und es trennten sich unsere Wege.Ich wollte noch etwas wandern und Ralf per Anhalter fahren.So ging ich die doch sehr stark befahrene Straße entlang an der es keinen Gehweg gab.Ich ging und ging bis ich einsah das es sinnlos war und zusätzlich eine zu hohe Gefahr.Also beschloss ich auch per Anhalter zu fahren.

Schon sehr bald hielt ein VW Bus und nahm mich mich.Es war ein junger Surfer mit dem ich mich unglaublich gut verstand.Er konnte mich nur teilweise mitnähmen da er nicht den ganzen Weg fuhr.Als ich aussteigen sollte bot dieser mir an mit ihm zu kommen und etwas zu erleben da er mich auf dem Rückweg an der selben Stelle aussetzen konnte.

Ich willigte natürlich ein und war froh über den neuen Freund.Ein Land kann man halt nicht ohne seine Einwohner entdecken.

Wir fuhren an einen anderen Strand an dem gerade Ebbe herrschte . Wir machten uns auf den Weg raus aufs Meer und suchten nach Muscheln im Schlamm.Bei dieser Arbeit die uns das Mittagessen sichern sollte trafen wir auf viele Möwen und Krebse.Wir waren da ,weg vom Ufer und im Einklang mit der Natur.

Und wieder essen 😉

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